23.11.10
Konzerte ohne Ende – ich kann aber nicht sagen, dass ich das nicht genießen würde. Vor allem das Konzert mit Herbert (Joos) und Joe Fonda beim Jazzfestival in Korntal war ein sehr schöner Erfolg. Zwar haben wir scheinbar gnadenlos überzogen, aber das Publikum beschwerte sich nicht und so will auch ich mich nicht beschweren.
Vorgestern dann mit Vincent und Wiglaf in Leipzig. Ein sehr schönes Theater, leider „nur“ knapp 150 Leute. Aber immerhin bekam ich Applaus in Leipzig nachdem ich das Klavier bei meinem Solo zum Rauchen brachte. Verglichen mit meinen bisherigen Erfahrungen in dieser Stadt, über die ich lieber nicht sprechen möchte, war das ja auch schon mal was. (Soviel sei erwähnt: Beim erst Konzert vor mehr als 10 Jahren war alles noch OK, beim zweiten Konzert, so vor ca. 8 Jahren reduzierte ich mit Bernd Settelmeyer und Sebastian Weber das Publikum von 2500 auf 25 innerhalb von nur 10 Minuten. Und schließlich beim Bachfest bezeichnete man lautstark und als „Instrumenten-Clowns “ und „Scheiße“, wie man sie dort bereits von 20 Jahren hatte…)


beim Klavier entstauben…

Den Abschluss dann Gestern auf dem Weg nach Erfurt: Pünktlich stiegen wir in den Zug und fuhren los. Plötzlich sehe ich die Bahnhofsuhr und da war es 12:20h. Sofort riss ich den Klink an der Jacke, der Koffer sprang auf und alles flog raus. Wir packten schnell ein und schafften es in der letzten Minute den Zug zu verlassen. Ein wenig gestresst fanden wir uns im Taxi und sagten: „Ins Theater, bitte.“ – „Theater? – Gibt’s hier nicht!“ „Wo sind wir denn?“ – „Weimar.“
Zwar stiegen wir pünktlich im Zeitplan aus dem Zug, aber der Zug war leider verspätet und so war Vince und ich unserer Zeit voraus – 40km voraus… – Aber wir schafften es doch noch (nach einem Mittagessen im Elefanten in Weimar) rechtzeitig nach Erfurt. Vince Frau legte uns die Krämerbrücke an Herz und so gingen wir durch den Schneematsch los. Fragten nach der Krämerbrücke auf der wir bereits standen und blamierten uns ein zweites Mal, als wir den Dom suchten, der sich allerdings direkt neben uns befand. Nur war er eben nicht auszumachen, da er hinter einigen Weihnachtsmarkt-Holzbuden in Deckung gegangen war.
Zum Theater nahmen wir dann lieber das Taxi. Hier erwartete uns ein wirklich imposantes Gebäude mit einer Treppe, die mich schwer beeindruckt hat (so wie die ganze Stadt!). Ein sehr gut besuchtes Konzert mit einem wunderbaren Publikum. Da freue ich mich schon auf ein Wiedersehen mit dieser Stadt…
Ob die heutigen Aufnahmen in der Stuttgarter Musikhochschule mit Joos, Fonda und Bernd Konrad gut werden, wird sich zeigen. Ich bin jedenfalls sehr müde und jetzt, da ich diese Zeilen im Zug zum Stuttgarter „Am-Sack-Bahnhof“ tippe, werden die Kollegen bereits die ersten Töne aufnehmen und mich vermissen (oder auch nicht, aber das will ich mir natürlich gar nicht vorstellen).

Nachtrag:
In Südafrika klappte dieses Mal alles nach Plan. War fast schon wie in Deutschland. Die Highlights waren sicherlich unser Konzert in Benoni, wo es zu einem herrlichen Gewitter während des Konzerts kam und der Strom ausfiel. Plötzlich musizierten wir im Dunkeln und der wunderbare Stick-Bass verschwand zusammen mit dem E-Piano im Akustischen Nirwana. Den Kollegen (Matt, Thomas und Christoph) schienen wir allerdings gar nicht zu fehlen. Sie spielten umso freudiger auf und das Publikum dankte es mit einem Lichtermeer an leuchtenden Handy-Displays. Viel verpasst hat so oder so niemand, zumindest beim Klavier, denn das drückte eine Taste schon von ganz allein… und zwar IMMMER!

 Lichtermeer der Handys 

Sicherlich war unser Konzert in der University Of Capetown eine Genugtuung besonderer Art. Denn dort schienen wir erst einmal nicht sonderlich willkommen. Aber wir kamen, wir spielten, wir siegten…
Nach diesem Konzert war ich so richtig stolz auf diese Band, die dieses Gefühl bei unserem Abschusskonzert in der Stuttgarter Musikhochschule jedoch zu Toppen wusste.
Nach Südafrika gab es dann noch zwei Konzerte mit Mike Rossi und Ulrich Süße in den Arabischen Emiraten. Ich muss schon sagen: Alles ziemlich hässlich dort aber auch sehr beeindruckend. Gigantische Hochhäuser soweit das Auge blickt. Außerdem war dort das Wetter natürlich perfekt! 30C rund um die Uhr – Ganz mein Ding!
Die beste Geschichte dort: In der American University Of Sharja gab es zwar einen unglaublichen Konzertsaal, einen sehr guten Flügel und eine sehr gute PA. Auch waren Techniker im Überfluss bei uns, nur einen CD-Player konnte man nicht auftreiben. Daher also ein Laptop. „Windows 7“ zeigte sich von der besten Seite und so waren im ersten Set immer nur Mike und ich akustisch zu hören. Erst nach der Pause bot sich Fatima an, uns ihr MacBook zu leihen und nahm sogar selbst neben Uli Platz, um sicher zu stellen, dass Allah auf unserer Seite ist und alle klappt:

 Und das tat es dann auch…

frühere Einträge…

14.9.10
gestern mal wieder eine besondere Begebenheit im Leben eines Musikers. Nach einem Konzert lernte ich Percy und Louise Schmeiser kennen. Sie nahmen ihrer Tochter eine CD für ihre Tochter nach Kanada mit. Damit (meines Wissens) die ersten Nobelpreisträger mit einer CD von mir im Gepäck. Sie wurden 2007 mit dem „Right Livelihood Award“, dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet weil sie sich nicht vom Chemie-Giganten Monsanto unterkriegen ließen. Ein gutes Beispiel für einen Jazzmusiker, der ja auf Grund des Berufes schon immer gegen die Netzwerke der „Rentabilität“, „gesicherten Lebens“ und (nicht zuletzt) des „klaren Menschenverstands“ zu kämpfen hat. Mal sehen wie lange ich durchhalte.

4.7.10
4:0 und ich habe es (ahnungslos wie ich bin) schon vor dem Spiel getippt…
Aber aus Solidarität mit Maradona hier ein Foto, dass Thomas Marek einst von mir machte:
Fidel-Bebelaar

17.6.2010
So, nun am Ende unserer Südafrika Tour.
In Durban gab es vor allem Sonnenschein und einen unglaublichen Start der Deutschen in die WM. Und das beste (für einen Nicht-Fußballfan) war natürlich das unglaubliche Stadion:

Star Track ist nichts dagegen!

Das dann die Deutschen auch noch ein solches Spiel abgaben war natürlich sehr beeindruckend.
Unsere Konzerte hingegen war sehr von der FIFA beeinflusst, die leider hier in WM-Zeiten alles kontrolliert. Sogar die Getränkepreise in den Fanparks werden von der FIFA festgelegt, was dazu führte, das sich in den Twonships niemand ein Getränk kaufen kann, weil die Preise sich nach Touristen richten. Inzwischen haben sogar Fanparks geschlossen. Uns so werden auch die Konzerte von der FIFA verboten und alle öffentliche Veranstalter, wie z. B. die University Of Kwazulu Natal, mussten Konzerte absagen. Nichtsdestotrotz haben wir unsere Arbeit gemacht und uns nicht allzu sehr von den FIFA Regulativen ärgern gelassen.
Jetzt in Johannesburg sind wir ein wenig von der „deutschen Gastfreundschaft“ enttäuscht wurden. Ich kann nur hoffe, dass „wir“ als Fussballmannschaft eine bessere Figur abgeben. Aber vielleicht ändert sich das auch, wenn das Wetter etwas freundlicher ist, denn jetzt haben wir ja gerade Temperaturen, die weit unter denen eines normalen Winters liegen. Im Haus liegt die Temperatur bei 10C. Das ist nicht sehr lustig, kann ich Euch sagen. Aber wir werden es überleben.
Heute gibt es noch einige Besprechungen mit Johnny Macoa, der mit seiner „Music Academy Of Gauteng“ im Oktober die Studenten der Musikhochschule Stuttgart als Gast haben wird. Es ist ein Konzert und natürlich auch ein Workshop geplant.

Und hier noch einmal Mike Rossi im Kampf gegen Schweiz und Spanien. Ihr könnt ja mal raten, wer gewonnen hat…

21.5.2010
Vor wenigen Tagen haben Thomas Schmidt und ich in meinem Wohnzimmer die Duo-Aufnahmen, die an Ostern mit Michel Godard im großen Sendesaal des SWR-Stuttgarts entstanden abgemischt.
Und so bekam mein Wohnzimmer eine ganz neue Gestalt:


Wir arbeiteten bis spät in die Nacht und bei glänzenden Gesichtern

vergassen wir Eines (oder besser: EINEN) ganz und gar:

nämlich meinen Kater CHARLIE PARKER! Der fand es alles nur zum Schreien – wenigstens nicht zum Weglaufen…

6.4.2010


…mit Michel Godard (Foto: R.Schestag)

Das war eine stressige Zeit!
Nachdem wir drei Aufführungen mit „Ich Nicht Ich“ (Musik mit Bernd Konrad und Hans-Peter Jahn) hatten, begannen die Proben zu Herbert Joss´ Bithday-Band mit Michel Godard, Patrice Héral, Wolfgang Puschnig, Frank Kuruc, Bernd Konrad, Eric Bijon und natürlich Herbert himself. Das war spannend und nervenaufreibend. Und das Konzert entlohnte alle.
Am Tag drauf, ging’s dann Michel zu Duo-Aufnahmen in den Sendesaal des SWR. Dort nahmen wir Material zu einer Duo-CD auf. Erstaunlich schnell waren wir fertig und so sassen wir bereits um 15:00h mit Jean Louis Matinier zum Kaffee. Der hatte mich bereits morgens im Hotel zum Lachen und ins Stutzen gebracht: „Hallo, Johann Ludwig, sehr angenehm.“
Eine ebenfalls sehr schöne Anekdote dieses Festivals war das außergewöhnlich warmherzige Wiedersehen mit Joachim Kühn und der tolle Abend nach dem Konzert… (hicks :-) )
Hier noch einiges aus der Press zum großartigen Konzert von Herbert Joos:
Fotos vom Konzert hier

… Geburtstagskonzerte verdienter älterer Jazzer können eine fade Angelegenheit sein. Da werden zumeist die Stationen einer langen Karriere abgeschritten, einstige Weggefährten entern die Bühne, dokumentieren die außerordentliche künstlerische Spannbreite des Geburtskindes, spielen noch einmal die alten Hits. Das Resultat solch nostalgischer Veranstaltungen ist dann die Rede davon, dass „noch immer“ an die alten Glanzleistungen herangereicht werden konnte. Erfrischend anders fiel dagegen das Geburtstagskonzert des in Stuttgart lebenden Trompeters und Flügelhornisten Herbert Joos am Ostersamstag im Theaterhaus aus.
Joos hatte sich eine „Dream Band“ zusammengestellt, in der eine Auswahl von Musikern mitwirkte, mit denen Joos gerne auf der Bühne steht. Mit dem Österreicher Wolfgang Puschnig hat Joos schon beim Vienna Art Orchestra und bei Alpine Aspects gespielt, mit Patrick Bebelaar und Frank Kuruc hat er zwei herausragende Duoalben eingespielt, mit Bernd Konrad verbindet ihn nicht nur das „Südpool“-Projekt, sondern auch eine Jahrzehnte währende Freundschaft, Eric Bijon, Patrice Heral und Michel Godard stehen für Joos“ Vernetzung in der französischen Szene. Gemeinsam spielten sie gute siebzig Minuten Musik am Stück, mal Komponiertes, mal Improvisiertes, mal als Oktett, mal als Solisten. Jeder der sieben erhielt genügend Raum, sein Temperament zu präsentieren und sich in Beziehung zu Joos zu setzen.
Der Abend begann und endete lyrisch, schlug aber zwischenzeitlich auch entschieden raue und dynamisch-dissonante Töne an. Patrick Bebelaar gab ein paar wuchtige Kostproben seines Temperaments am Flügel, der Schlagzeuger Patrice Heral bastelte mit ein paar Loops am Computer eine Kathedrale aus Gospelgesängen, Frank Kuruc entführte Band und Publikum kurzzeitig nach Brasilien. Hier war vieles möglich und erlaubt. Kurzum: dieses inspirierte Geburtstagskonzert war ein Bekenntnis zu mutiger Offenheit und Lebendigkeit. Man musste nur schauen, wie Herbert Joos zwischen den Musikern flanierte, Anerkennung zollte, Schultern klopfte und selbst doch ganz entspannt der Primus inter Pares war. …
(Stuttgarter Zeitung, U. Kriest, 6.4.2010)


… Um seinen 70. Geburtstag gebührend zu feiern, hat der andere große Stuttgarter Jazzer, Herbert Joos, die Birthday Band Fairy Tales ins Leben gerufen. Zuerst erklingt der weiche runde Ton seines Flügelhorns, den Joos hörbar mit heißer Atemluft umgibt und mit spitzen Akzenten durchsetzt, begleitet von einer kindlich-schüchternen Melodie des Akkordeons. Musik, die aus der Stille kommt. Doch damit ist es schnell vorbei: Die mächtige Tuba von Michel Godard, das schnarrende Baritonsax von Bernd Konrad, das tauchsiederheiße Saxofon von Wolfgang Puschnig und die sperrigen Klavierakkorde von Patrick Bebelaar füllten mit anschwellender Wucht den Saal. Angetrieben vom Schlagwerk des Franzosen Patrice Héral, der später mit einer starken Rap-Nummer überrascht. Mitunter hört sich die Band an wie ein wild gewordenes Zirkusorchester: kraftvoll, überbordend, poetisch. Dann – behutsam und leise – intoniert ein Duo „Autumn Leaves“, mit dem Joos an Miles Davis erinnert, sehr schön begleitet vom vielseitigen Frank Kuruc an der akustischen Gitarre. Bedauerlich, dass ein Musiker wie Herbert Joos, hoch geschätzt von der Elite der europäischen Jazzmusiker, hierzulande wenig Gelegenheiten hat, seine spannenden Jazzkonzepte zu realisieren.
(Stuttgarter Nachrichten, T. Staiber, 6.4.2010)

… Mit besonderen Geburtstags-Feiern ging’s in den Samstagabend. Herbert Joos (70) und Ack van Rooyen (80) hatten für den Anlass jeweils eine eigene Gästeliste verfasst. Joos‘ Birthday Band verlegte sich aufs Märchenerzählen, als Zugabe gab’s im Duo mit Patrick Bebelaar (Piano) dessen stimmungsvolles »Duscha Moja«. …
(Reutlinger Generalanzeiger, J. Kreibisch, 6.4.2010)

(wer diesen gesamten Eintrag gelesen hat, darf sich bei mir für besondere Fan-Errungenschaften melden – ich schicke ihm/ihr eine CD als Dankeschön für das aufwerten meines Selbstwertgefühls – wenn sich jetzt natürlich niemand meldet, habe ich verloren.)

1.3.2010
Zwei Kritiken, die wohl besonders interessant sind:
Als erstes hat „All About Jazz“ über die „four o´clock session“ im Rahmen eines Fagott Features geschrieben. Natürlich ist es unter Presse auf meiner Seite zu finden, aber auch unter diesem Link:
www.allaboutjazz.com

Und dann noch die aufmunternden Worte eine sehr geschätzten Kollegen Paolo Fersu, der „The Beauty Of Darkness“ und „Gegenwelten – Abgesang“ in die Finger bekam und nach dem Hören eine spontane mail an mich richtete:
„Hi Patrick,
Nice two records! Thank you a lot.
Nice sound, compositions, free ideas and Herbert Joos is also incredible (Gavino too! :-).
All the best. Paolo“

Na, da kann ich mich doch zum Märzanfang nicht beschweren, oder?!

27.1.2010
Nun ist schon einiges passiert im letzten jahr und ich komme kaum hinterher mit meinem Tagebuch…
Da war ein sehr gutes Konzert im Stuttgarter Jazzclub BIX mit meinen Trio mit Herbert Joos und Günter Lenz. Sowohl die Stuttgarter Zeitung als auch die Stuttgarter Nachrichten beehrten uns mit ihren Kritikern und die schieben: http://www.bebelaar.de/presse_bebelaar-joos-lenz.html

Dann gab es da zwei wirklich schöne Auftritte mit Vince in Wangen und in Ludwigsburg. Dort beehrten uns gleich knapp 600 Zuhörer in einem imposanten Louise Bührer Saal, der mir bis dato noch vollkommen unbekannt war.
Auch gibt es inzwischen die ersten Kritiken zu meinen beiden neuen CDs (siehe unter Presse „Gegenwelten – Abgesang“ und „The four o´ clock session“). Und in der Februar Ausgabe der Audio wird es wohl auch eine Kritik von Werner Stiefele geben. Auch das New Yorker Jazzmagazin „All About Jazz“ hat Kritiken zu den beiden neuen CDs angekündigt, nämlich für den März. Da bin ich natürlich besonders gespannt.

Und immerhin hat doch bereits eine Zeitung, nämlich das Schwäbisch Tagblatt aus Tübingen festgestellt, dass im letzten Jahr auch eine CD in Südafrika erschienen ist. Sie quittiert das mit folgendem Satz: „Zuerst „Live At The Baxter“, entstanden mit dem Saxofonisten Mike Rossi und Dauerpartner Ulrich Süße in Bebelaars geliebtem Südafrika, während „The Four O´Clock Session“ im vergangenen März in New York eingespielt wurde.“

Also, so kann es eigentlich weitergehen… und das tut es ja auch, Bereits am Sonntag spiele ich mit Dieter Ilg und Vincent Klink in Oberbergen, so Gott will! Denn heute liege ich mit Fieber im Bett, wenn man von diesen wenigen Zeilen absieht, die ich mir aus den Fingern schwitze.

31.12.09
Monique Bakshi sagte im Interview für das SWR-Magazin „Panorama“:
Ich würde mir Musik und ein Fest, dass die surreale Stimmung eines Traums hätte…Tief in der Nacht würde die Einsamkeit im Spiel von Herbert Joos uns auf uns zurückwerfen und die betörend schöne Musik von Patrick Bebelaar würde uns in den Morgen führen.“
Na, besser hätte man es kaum sagen können! Ich hoffe, dass sich der ein oder andere vielleicht auch von dieser Musik im Neuen Jahr begleiten lässt.
Allen Freunden dieser Website ein gutes Neue Jahr, Gesundheit und Schritte, die ihn weiterbringen, sich selbst entgegen.

11.11.09
Die Proben haben bereits begonnen. „Ich nicht Ich“


Fotos: Marjolein Vogels

Das Zusammenspiel mit den beiden Kollegen macht riesigen Spaß und mehr und mehr wird es Miteinander mit den Tänzern. Zusammen spielen wir unsere Neurosen aus. Was manchmal nicht desto trotz witzig ist. Schaue voller Spannung der Premiere im Theaterhaus entgegen.
Demnächst auch ein paar fotografische Einblicke in die Probearbeit hier!

19.10.2009
Vince und sein Partner Wiglaf Droste feiern 10-Jahre „Häuptling Eigener Herd“ im Theaterhaus in Stuttgart. Auch ich war dabei und hatte großen Spaß, was sich schon bei den Proben abzeichnete.


20.7.09
„Keine Angst! Keine Angst! Wir sind alle zusammen!“
Ich habe in den letzten Wochen (seit dem 3.6.) „viel“ erlebt. Ich habe meine NY-Trioaufnahmen mit Joe Fonda und Mike Rabinowitz abgemischt. Ich habe auch zusammen mit dem Kollegen und Freund Klaus Müller mir das ganze angehört. Ich hatte Konzerte mit Vinceent Klink und habe zum ersten Mal mit Dieter Ilg spielen dürfen, was sehr beeindruckend war. Aber all diese Erlebnisse haben mich nicht annähernd so berührt wie dieser Satz (siehe oben).
Allah ist groß, inschallah – wird er es uns beweisen.

3.6.09
Ich sitze in einem Café beim World Trade Center und komme mit einer jungen Frau, die in Begleitung ihres Kindes und ihrer Mutter ist in Gespräch: Ihr Mann arbeitet in NY und ihre Mutter ist gerade zu Besuch aus Tübingen. Da sie mir erzählt, dass ihr Studium in Deutschland von den USA nicht anerkannt wird, versuche ich sie mit der Tatsache zu trösten, dass das russische Studium meiner Frau in Deutschland ebenfalls nicht anerkannt wurde. So kommt es, dass sie wiederum erzählt, dass auch sie schon in Russland war, in Petrosavodsk (der Heimatstadt meiner Frau). Und nun kommen wir schließlich auf meinen Beruf zu sprechen und die Tatsache, dass ich während der Fußball-WM einige Konzerte in Südafrika geben werde. Dort hätte ich dann die Möglichkeit, den (an diesem Tisch) fehlenden Ehemann kennen zu lernen, denn der ist ebenfalls dort, weil er für die Überdachungen der Stadien zuständig ist. Als mich dann schließlich die Mutter am Tisch darauf ansprach, dass mein Akzent allerdings nicht auf einen Schwaben deute, muss ich nicht erwähnen, dass es mich nicht wunderte, dass sie erst nach ihere Hochzeit nach Tübingen zog (1979), denn zuvor lebte sie in Trier (wo ja auch ich die ersten 19 Jahre meines Lebens verbrachte).
So klein ist die Welt…

30.5.09
Die Aufnahmen sind im Kasten:
PIANO / BASS / FAGOTT
Seltene Besetzung. Es wird wohl noch einiges zu mischen und zu schneiden sein, da wir viel, sehr viel improvisiert haben. Aber vier Stunden inklusive Soundcheck und keiner einzigen Probe ist schon eine sehr starke Erfahrung gewesen. Sicherlich wäre es mit einer Probe besser geworden, aber auch nicht mehr so authentisch. Und die Spontaneität gehört ja nun mal auch zum Jazz so wie die Persönlichkeit als Instrumentalist. Hier war das Risiko für mich jedoch sehr gering. Beide Kollegen spielen seit so vielen Jahren in der obersten Liga des Jazz mit (Wynton Marslis, Anthony Braxton…), dass ich mich fallen lassen konnte. Ich hoffe, zum Sommer allen Interessierten die Ergebnisse liefern zu können.

21.5.09
NY – Die Zweite!
Am nächsten Mittwoch der Höhepunkt: Aufnahmen mit Joe und Mike – Dann kann der Sommer kommen…!

19.5.09
Gestern ein Konzert beim besten Publikum der Welt! In Tauberbischhofsheim – Wer hätte das gedacht?!
Und das Wochenende begann bereits wunderbar, nämlich am Samstag zusammen mit Thomas Marek im Theaterhaus. Ich war zwar mal wieder schwer angeschlagen und Erkältungsgelähmt, aber Thomas umso besser in Form. Nun sei abzuwarten, ob die geplanten, erhofften und ersehnten Aktivitäten in NY auch stattfinden können.

1.5.09
War einige los in letzten Tagen: Höhepunkt war sicherlich das Konzert mit Thomas Marek in der Stadthalle Gütersloh, kleiner Saal. Eigentlich hätten wir auch den großen nehmen können: Bei 12 zahlenden Gäste und zwei Journalisten ist es ja egal, wie man sich verteilt. – Aber alle hatten trotzdem Spaß.

2.4.09
Nach einer stressigen Nacht im Auto und im Flughafen in München, bin ich bei strahlendem Sonnenschein in New York, habe mir einen Sonnenbrand geholt und habe die Wiedersehensfreuden mit Klaus Müller und Joe Fonda genossen. Schließlich bei der Eröffnung schon das weitere Zusammentreffen mit Joe bei Aufnahmen im Mai geplant, bei denen wir im Trio mit Mike Rabinowitz spielen wollen – „starting a new projekt“.

30.3.09
Mal wieder auf der Kapfenburg und ein (mit über 200 Gästen) gut Besuchtes Haus. Wie immer ist ein riesig in diesem Saal zu spielen. Anschließend allerdings noch nach München zu fahren und dort vier Stunden abhängen bis ich endlich um 4:00h Morgen einchecken durfte, war nicht so toll.

23.3.09
Ein Nachtrag zur LitCologne, die ja soeben erfolgreich zu Ende ging:

19.3.09
Die Verleihung des Mörikepreises an Ernst Augustin in Fellbach. Ich durfte bereits zum zweiten Mal diese Veranstaltung musikalisch begleiten. Und jedes Mal freue ich mich erneut, wenn ich mich mit meiner Musik auf neue Texte einstellen muss und die Musik im neuen Umfeld neu wirkt.
Fellbach hat darüber hinaus auch noch einen wunderbaren Flügel, der in einer der klanglich schönsten Räume steht, die ich so kennen; mal abgesehen vom Konzertsaal der Kapfenburg, in dem ich aber ja bereits in einer Woche spielen darf.

14.3.09
Zusammen mit meinem Freund Vincent Klink ging es zur Gala der LitColonge, wo wir u. a. neben Harry Rowohlt, Eva Mattes und Denis Scheck vor 2100 Zuschauern unseren Spaß auf der Bühne hatten. Harry Rowohlt erlebte ich zum ersten Mal live – aber mit Sicherheit nicht zum letzten Mal!
Und das Ganze auch noch in der Philharmonie. Welch ein Haus!
Morgens beim Frühstück dann ein bayrisch-schwäbisches Wiedersehen von Vince und Gerhard Polt und dann ging es schon weiter.
Zu Mittag in Hattenheim. „Die Adler Wirtschaft“ von Franz Keller. Schon wieder so ein Highlight. Ein Wunder, dass ich im Auto nicht einschlief.
Wir gelangten nach Heidelberg, wo wir im Karlsbahnhof unser Wochenende beendeten.
Was für ein Wochenende…